Tarnowskie Góry

Im nördlichen Grenzgebiet Oberschlesiens gelegen war die Stadt seit dem 16. Jahrhundert eines der wichtigsten Industriezentren in diesem Teil Europas. Die Entstehung sowie den Ruhm verdankte sie der Förderung von Silbererz, Blei und Zink. Alleine der Name deutet auf die jahrhundertelange Bindung zur Industrie. „Gory“ bedeutete im Altpolnischen Bergwerke. Auch das Wappen, in dem Bergbauwerkzeuge abgebildet wurden (Schlägel und Eisen), deutet eindeutig darauf hin, womit sich die Einwohner befasst haben. Die erste Epoche des Erfolgs steht in Tarnowskie Góry auch im Zusammenhang mit der Produktion von Blei und Silber und begann Anfang des 17. Jahrhunderts. Es wird davon ausgegangen, dass der Export des hiesigen Bleis einen indirekten Einfluss auf den internationalen Handel und die damit einhergehende Konjunktur auf dem Kontinent hatte. Das Silber wiederum gelangte bis nach China, wo es zur Produktion von Münzen gebraucht wurde.

Die zweite Bergbau-Ära, die Ende des 18. Jahrhunderts begann, begann mit der Inbetriebnahme der Friedrichsgrube, in der die Förderung massiv zunahm. Tarnowskie Góry sicherten sich damals einen festen Platz in der industriellen Revolution, u. a. durch die frühe Anwendung von Dampftechnologien bei der Entwässerung der unterirdischen Korridore (seit 1788) sowie der Förderung von Zink, die im 19. Jahrhundert die Hälfte des globalen Bedarfs deckte. Innerhalb weniger Jahrhunderte wurden auf dem Gebiet der Stadt 20 Tsd. Schächte sowie 150 km Strecken und einige Dutzend Kilometer Entwässerungsstollen gegraben. Am 9. Juli 2017 wurden die unterirdischen Konstruktionen mitsamt dem Entwässerungssystem, der hydraulischen Infrastruktur sowie weiteren historischen Objekten als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt.

Geschichte

XIII

Anfänge des Bergbaus

Archäologischen Forschungen zufolge gab es bereits im 3-4 Jahrhundert n. Chr. Bergbau auf dem Gebiet von Tarnowskie Góry. Das älteste Dokument, welches die Gewinnung von Edelmetallen auf diesem Gebiet belegt, ist die Bulle von Papst Innozenz II. aus dem Jahre 1136, in der sich eine Anmerkung über die Silberbuddler aus der Nähe von Bytom befindet. Tarnowskie Góry als Stadt gab es damals noch nicht. Eines der zukünftigen Viertel der Stadt wird erstmalig schriftlich in einer Bulle von Innozenz III. im Jahre 1201 erwähnt, in der zum ersten Mal der Name des Dorfes Repty auftaucht. Im Jahre 1247 erhielt die Ortschaft von Herzog Własysław Opolski das Bergbauprivileg „Freies Blei“, welches ihr das Recht gab, Bleierz zu fördern.

1289

Heutiges Stadtgebiet in den Grenzen des Königreichs von Tschechien

1289 Der Herzog von Bytom – Gliwice – Kozielsk, Kazimierz II., schwor im Jahre 1289 in Prag den Lehnseid gegenüber dem böhmischen König Waclaw II. Damit wurde das Beuthener Land zu einem Teil des böhmischen Staates.

Silberfieber und entstehung der Stadt

Eine Legende besagt, dass Ende des 15. Jahrhunderts der aus Tarnowice stammende Bauer Rybka bei Arbeiten auf dem Feld einen Klumpen eines kostbaren Erzmetalls gefunden haben soll. Dieser Fund bewirkte, dass die Reichtümer des Bodens zahlreiche Gräber anzogen. In kurzer Zeit entstand eine Siedlung und mit ihr die „gory“, also auf Altpolnisch Bergwerke oder Förderschächte. Daher kommt auch der Name Tarnowskie Góry.

Laut geltendem Recht verfügten die hiesigen Herrscher über das Recht natürliche Reichtümer zu gewinnen. Die von ihnen erlassenen Rechtsakte, unternommenen Investitionen sowie Einladung von erfahrenen Bergarbeiter bewirkten, dass die seit dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts bestehende Siedlung sich sehr schnell zu einer Stadt entwickelte. Als Gründungsdatum der Stadt gilt das Jahr 1526 als der Oppelner Herzog Jan II. Dobry aus der Dynastie der Piasten sowie Georg Hohenzollern von Ansbach diesen Gebieten das Privileg der Bergfreiheit verliehen, welches Bergleute dazu anregte, sich in der entstehenden Stadt niederzulassen und die Arbeit im Bergbau aufzunehmen.

Tarnowskie Góry gelangt unter die Herrschaft der Habsburger

XVI
1526
Bei der Schlacht bei Mohács stirbt der König Tschechiens Ludwig II., Enkel des polnischen Königs und Großherzogs des Herzogtums Litauen Kasimir IV. Das der junge Herrscher keine Nachfahren hatte, traten die Bestimmungen des Wiener-Abkommens aus dem Jahre 1515 in Kraft, welches von den Jagiellonen und den Habsburgern unterzeichnet wurde. Auf dies Art und Weise gelangte Tarnowskie Góry sowie das Bytomer-Land unter die Herrschaft der Habsburger.

„Bergordnung“

Im Jahre 1528 verabschiedeten diese Herrscher ein bis dato außergewöhnliches Dokument - die „Bergordnung“, die die Tätigkeit von Bergwerken sowie die Löhne regulierte. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden Tarnowskie Góry zu einem der wichtigsten Zentren der Silbererz- und Bleiförderung in diesem Teil Europas. Es wird davon ausgegangen, dass der Export des hiesigen Bleis einen indirekten Einfluss auf den internationalen Handel und die damit einhergehende Konjunktur auf dem Kontinent hatte. Das Silber wiederum gelangte bis nach China, wo es zur Produktion von Münzen gebraucht wurde.

Untergang des Bergbaus

Die Blütezeit dauert bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Die schweren Zeiten kamen mit dem 17. Jahrhundert als im Bergbau in größeren Tiefen gegraben wurde. Das Tempo der Arbeiten wurde von viel Wasser in den Hohlräumen sowie schlechten Entwässerungssystemen eingeschränkt. Die Krise im Bergbau wurde auch vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) vertieft, der die Bergbaustadt nicht verschont ließ. Der Krieg führte zum Untergang des Bergbaus sowie der Verarmung der Einwohner.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu einer weiteren, langfristigen Krise des Bergbaus in der Stadt. Grund hierfür waren vernichtende Brände, Epidemien und Hungersnöte. Trotz der Schicksalsschläge verloren die Bergleute aber nicht die Hoffnung auf den Erfolg. Die Gebiete, auf denen nach neuen Vorkommen gesucht wurde, wurden vergrößert, was im Endeffekt die Entdeckung von Silber- und Bleilagerstätten in Bobrowniki (heute Bobrowniki Śląskie, ein Stadtteil von Tarnowskie Góry) mit sich brachte. Ende der 40er Jahre fehlte es aber an Kapital für die Investitionen im Bergbau. Kaufmänner und wohlhabende Einwohner beschlossen, dass aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Edelmetallen und des fehlenden kostenspieligen Entwässerungssystems, weitere Investitionen im Bergbau sinnlos wären.

Tarnowskie Góry gelangt unter die Herrschaft Preußens

Königreich Preußen

XVIII
1740
Es begannen die Schlesischen Kriege, in deren Ergebnis die Stadt Tarnowskie Góry dem Königreich Preußen zufiel. Seit 1526 bis zur Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahre 1763 gehörte die Stadt zur Habsburger-Monarchie.

Reaktivierung des Bergbaus

Infolge der Schlesischen Kriege gelangte Tarnowskie Góry in die Grenzen des Königreichs Preußen, welches schrittweise die Industrialisierung dieser Gebiete anging.

Im Jahre 1766 wurde in Berlin das Fachdepartement für Bergwerks- und Hüttenwesen, an dessen Spitze der Gründer ersten Bergbauakademie in Freiberg - Baron Friedrich Anton von Heynitz stand.

Er beaufsichtigte die Entwicklung der Bergbauindustrie mithilfe des Oberbergamtes in Złoty Stok, seit 1779 in Wrocław. Im gleichen Jahr ernannte Friedrich II. seinen Neffen, Friedrich Wilhelm von Reden, zum Direktor des Amtes.

Anfang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts stand von Reden vor der schwierigen Aufgabe, den Bergbau im Bezirg um Tarnowskie Góry zu reaktivieren. Ihm gelang es den König davon zu überzeugen, dass der Staat die Kosten für den Wiederaufbau der Industrie übernehmen sollte. Infolge der Nachforschungen wurde festgestellt, dass die Bohrarbeiten in der Nähe von Bobrowniki, wo bereits Bergbau betrieben wurde, angesetzt werden sollten. Die Bohrung der Schächte begann im Oktober 1738. Insgesamt arbeiteten 72 Bergarbeiter an diesem Unterfangen (42 Deutsche und 30 Polen).

Nach mehreren arbeitsintensiven Monaten wurden im Rudolfin-Schacht Blei- und Silbererzvorkommen gefunden. Im Jahre 1784 wurde dem neugegründeten staatlichen Silberbergwerk der Name Friedrichsgrube verliehen.

Die Kosten der Inbetriebnahme des Werks waren sehr groß. Das größte Problem der Bergleute stellte das Wasser dar, dass in die Strecken des Bergwerks gelangte. Um das Wasser zu entfernen, wurde eine altbewährte Methode angewandt - die Entwässerung mithilfe von Pferdegöpeln.

Damit diese Methode effizient sein konnte, musste das Bergwerk 120 Pferde unterbringen, was 14 Tsd. Taler jährlich kostete. Zu dieser Zeit war es eine beachtliche Summe, vor allem da diese Methode bei der Entwässerung des Bergwerks sich als ineffizient erwies. Um dieses Problem zu lösen, ordnete von Reden 1785 an, den Gotthelfstollen als Entwässerungsstollen zu bauen. Man ging davon aus, dass dies der beste und günstigste Weg ist, das Bergwerk zu entwässern. Der Bau, an dem 62 Arbeiter beteiligt waren, erwies sich als kompliziertes und teures Unterfangen, welches anfangs die Hoffnungen nicht erfüllte.

Feuermaschinen

Aus diesem Grunde beschloß von Reden, sich von den traditionellen Entwässerungstechnologien abzuwenden. Seine Idee sah vor, in Tarnowskie Góry die zu dieser Zeit modernste Maschine einzusetzen - eine Dampfmaschine, die die Entwässerungspumpem in Bewegung setzen sollte. Im Jahre 1786 machte sich von Reden an der Spitze einer Delegation der preußischen Bergbaubehörden auf die Reise nach England. Zu ihrer Aufgabe gehörten, sich mit der Materie der neuen Technologie auseinanderzusetzen, ein geeignetes Modell für die Friedrichsgrube auszuwählen und die Erlaubnis der britischen Behörden für die Ausfuhr zu erhalten. Alle Formalitäten im Zuge der Verhandlungen über die Ausfuhr der Dampfmaschine erledigte Baron Herzog von Stein.

Nachdem die Erlaubnis erteilt wurde, wurde der Hütte Penydarran im Süden von Wales der Auftrag erteilt, eine 32-Zoll-Maschine des Typs Newcomen zu bauen.

Die in Oberschlesien erste Dampfmaschine begann ihre Arbeit am 19. Januar 1788. Die Maschine kostete 15 Tsd. Taler, was zu dieser Zeit mehr war, als die jährlichen Löhne der ganzen Belegschaft des Bergwerks. Doch die Ausgaben für die Instandhaltung der Maschine (3,7 Tsd. Taler pro Jahr) waren dreimal so niedrig, wie das Geld, welches bislang für die Entwässerung mit Pferdekraft ausgegen worden ist.

Dank der Dampfmaschine wurden die unterirdischen Gänge des Bergwerks entwässert, woraufhin die bislang unerreichbaren Vorkommen zugänglich waren. Ferner wurden gewaltige Entwässerungssysteme im Tiefen Friedrichsstollen (seit 1834) sowie im Gotthelfstollen (sein Bau wurde 1806 abgeschlossen) errichtet. In den Jahren 1790-1808 wurden in der Friedrichsgrube sieben weitere Dampfmaschinen installiert. Die Elemte zu einigen von ihnen wurden in der Königlichen Hütte Malapane und in der Gleiwitzer Hütte hergestellt. So begann mit dem Bau dieser Elemente der Dampfmaschinen die Geschichte der Maschinenindustrie in Oberschlesien.

Entwicklung des Bergwerks

In den Jahren 1790-1884 bohrten die Bergmänner 346 Schächte in der Friedrichsgrube. Im Jahre 1798 wurde der Engel-Stollen gebohrt, in dem Touristen seit 1978 die Fahrt mit dem Aufzug hinunter in die unterirdischen Gänge des Silberbergwerks aufnehmen. Die beiden anderen Stollen auf der Route sind „Viper“ (1811) und „Grüß Gott“ (1815). Den Standort eines jeden Schachte bestimmten Vermesser. Dies erforderte eine hervorragende Kenntnis des Geländes. Seit 1815 stellte das Bergwerk Fachpersonal (Vermesser, Geologen und Bergmänner) ein, die die hiesige Bergbauschule absolviert hatten. Die 1803 gegründete Schule - als sechste in ganz Europa - lehrte das spätere Personal für ganz Schlesien.

Für das Bergwerk entstanden Verarbeitungsbetriebe für Erzeugnisse aus Blei, Silber und Zink. Ferner wurde die moderne Silber- und Bleihütte Friedrich sowie ein Kombinat zur Aufbereitung von Erz erbaut - den Zentralen Wäscher der Friedrichsgrube.

Aufbereitung des Grubenwassers

Eine mit dem Bergbau in Verbindung stehende Investionen, war das weltweite Pioniersprojekt, bei dem mithilfe von Dampfmaschinen Grubenwasser zu Trinkwasser für die Stadtbevölkerung aufbereitet wurde.

Die Epoche der Industrialisierung sowie die Entwicklung Oberschlesiens zog immer mehr Arbeiter an. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Wasser immer mehr. Im Jahre 1884 entstand auf Grundlage der unterirdischen Korridore in Tarnowskie Góry das oberschlesische Wasserleitungsnetz Adolph Shaft Waterworks. Das Wasserleitungsnetz versorgte die ganze oberschlesische Konurbation, darunter Bytom, Ruda Śląska, Königshütte (heute Chorzów) und Katowice.

Denkmalschutz

Aufgrund der Erschöpfung der Erzvorkommen begann die Friedrichsgrube Anfang des 20. Jahrhunderts nach und nach den Betrieb einzustellen (letztendlich im Jahre 1913). Fast vier Jahrhunderte bohrten hier Bergleute über 20 Tsd. Schächte, kleinere Schächte und 150 km Strecken. Um das Erbe der Bergleute aus Tarnowskie Góry für Nachkommen zu erhalten, entstanden zahlreiche Konzeptionen, um es nicht nur zu pflegen, aber auch zu touristischen und Erholungs-Zwecken zu nutzen.

Tarnowskie Góry in den Grenzen des Polnischen Staates

XX
1922
Im Ergebnis der Volksabstimmung in Oberschlesien vom 20. März 1921 und des 3. Schlesischen Aufstandes wurde Tarnowskie Góry in den neuen polnischen Staat eingegliedert.

Bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen Forschungen des Untergrunds in der Stadt, geleitet u. a. von Józef Piekarniczyk, Józef Machwitz, Feliks Piestrak und Alfons Kopia. Sie wurden durch die unterirdischen Korridore von ehemaligen Bergmännern des Werks geführt: Jan Kompała und dem Steiger Karol Dewor.

Als Ergebnis der Faszination an für das Land um Tarnowskie Góry entstanden zahlreiche Publikationen. Im nächsten Jahrzehnt entschied das Magistrat der Stadt, eine Gruppe von Spezialisten einzuberufen, die die alten Hohlräume des Bergwerks und der Stollen untersuchen und ein Konzept entwickeln sollten, wie der Komplex für Besucher zugänglich gemacht werden könnte. In der Gruppe befanden sich: Prof. Józef Piekarniczyk - Pädagoge, Autor einiger Veröffentlichungen, u. a. dem zweibändigen „Historia górnictwa i hutnictwa na Śląsku“ (dt. Geschichte des Bergbau- und Hüttenwesens in Schlesien) sowie Entdecker der Bergordnung aus dem Jahre 1528, Ing. Feliks Piestrak - Direktor der Bergbauschule in Tarnowskie Góry, Teodort Mosch, Jan Nowak - Chronist des Landes um Tarnowskie Góry, Autor des Poems „Pieśń nad Odrą“ (dt. Lied an der Oder) sowie Fryderyk Antes, der damalige Bürgermeister der Stadt. Den ersten Versuch, den Untergrund für Touristen zugänglich zu machen, unternahm die Gruppe Mitte der 30er Jahre, als sie ein Konzept einer Route zwischen dem Friedensschacht und dem Spessschacht vorstellte. Den bis dato kleinen touristischen Verkehr gelang es ihnen später auch zur Wasserleitungsstation Staszic zu führen.

Im Jahre 1937 trat die Stadt Tarnowskie Góry dem Verband der Förderung des Tourismus in der Woiwodschaft Schlesien bei, womit auch eine Zweigniederlassung in der Stadt entstand. In die Stadt der Bergleute kamen immer mehr Touristen. Nicht ohne Grund eröffnete im Jahre 1938 das polnische Reisebüro ORBIS eine Agentur in der Stadt. Im gleichen Jahr erhielt die Stadt, in Form einer Pacht, die Anordnung seitens der staatlichen Behörden, das Schaubergwerk „Bolesław Śmiały“ zu errichten. Das Gelände mit einer Fläche von 298 ha entstand rund um den Engel-Schacht. Der Vertrag sollte auf 25 Jahre abgeschlossen werden. Leider stoppte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges dieses Unterfangen.

Inbetriebnahme der Touristenroute

Diese Idee wurde in der Nachkriegszeit vom Steiger Alfons Kopia (1902-1962), der beriets vor dem Krieg mit den Forschern zusammengearbeitet hat, fortgeführt. In den 50er Jahren gründeten Liebhaber des Landes um Tarnowskie Góry den Heimatfreundeverein der Region um Tarnowskie Góry, welcher sich als Ziel setzte, das alte Bergwerk für Besucher zugänglich zu machen.

Der Verein konnte viele Menschen für sich begeistern. Intensive Arbeiten in der unterirdischen Welt der Bergmänner wurden aufgenommen. Kurze Zeit später wurde der Schwarze Forelle-Stollen, die längste unterirdische Wasserroute für Touristen, eröffnet. Später entstand das Komitee zum Wiederaufbau des historischen Bergwerks, welches sich aus Forschern, Museumsmitarbeitern und Historikern zusammensetzte. Die zukünftige Route führte durch die Schächte Engel, Viper und Grüß Gott. Über Tage wurde wiederum ein für die damalige Zeit modernes Touristenzentrum mit einem Förderturm errichtet. Nach Jahren intensiver Arbeit und dank dem enormen Engagement der Bevölkerung wurde am 5. September 1976 - zum 450. Jahrestag der Verleihung der Bergfreiheit an die Stadt Tarnowskie Góry - das historische Silberbergwerk für Besucher geöffnet.

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